Gebt Viren keine Chance – weder bei euch selbst, noch in Unternehmen!

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Gebt Viren keine Chance – weder bei euch selbst, noch in Unternehmen!

Viren, Unternehmen, Antje Bach, Probleme

ich danke dir für deine Frage, die für jedes Unternehmen bedeutsam ist, die Unternehmen jedoch leider selten ergründen. Warum, so schreibst du, ist es in vielen Unternehmen so schwierig, sinnvolle Veränderungen, Entwicklungen zu schaffen? 

Nun, die Welt dreht sich jeden Tag weiter. Insofern sind sinnvolle Veränderungen in Unternehmen unumgänglich. Wer sich nicht mitdreht oder Veränderungen hemmt, verschleppt oder verhindert, ist bald im Aus. Also, deine Frage ist alles andere als belanglos. Meine Antwort: 

Viele Unternehmen sind mehr oder weniger mit Viren infiziert, übersehen die epidemische Ausbreitung – und erkranken schliesslich zur Gänze. Die Folge: Stillstand. 

Die Krankheiten sind vielfältig. Wir Menschen erleben das ja am eigenen Leib. Wenn wir nicht aufpassen oder Pech haben, in schöner Regelmässigkeit. Gerade haben wir sie wieder erlebt und erleben sie noch, die Virenzeit. Erkältung und Grippe greifen um sich, wir begegnen hustenden und schniefenden Menschen. Viele bleiben im Bett, aus Rücksicht oder weil sie nicht mehr die Kraft haben, aus dem Haus zu gehen. 

Wenn es uns erwischt, ist es übel: Es ist, als wäre uns der Stecker gezogen. Wir sind reizbar, müde und energielos. 

Dieses Jahr kam ausserdem noch ein ganz besonders schrecklicher Virus hinzu: das Coronavirus. Seine Gefährlichkeit gebietet extreme Vorsicht. Menschen in Quarantäne, die von der Aussenwelt abgeschnitten sind. Ein Virus dieser Art kann die Hoffnung auf eine heile vernetzte Welt zerstören: Wo reisen wir noch hin, wo nicht? Abgesagte Kongresse, zusammenbrechende Zulieferketten der Wirtschaft. Chaos, Stillstand. Ende?

Fakt ist, Viren gehen in jedem System um. Und Unternehmen sind ein beliebter Tummelplatz für Viren unterschiedlichster Sorte. 

Dort leben sie munter vor sich hin, weiten und breiten sich aus. Weil sie nur selten erkannt werden. Dennoch sind sie spürbar; sie heissen: Frustration, Angst, Resignation, Starre und Mutlosigkeit. Daneben gibt es noch den „Arbeits-Abdrück-Virus“ sowie den „Sinnfrei-Virus“. Und noch manche andere mehr. Anfangs sind sie beinahe unsichtbar. Einige Wenige tragen ein Virus in sich. Aber da man es nicht wahrhaben will, breitet es sich aus: erst in kleinen Gruppen, dann in Teams, Abteilungen und Projekten. Am Ende kann es ganze Unternehmen erwischen. 

Ist ein Unternehmen erstmal infiziert, ist es sicht- und hörbar: in den Kaffeeecken, in Meetings, in der Körperhaltung und im Engagement der Menschen. 

Müdigkeit lähmt den ganzen Betrieb. Dienst nach Vorschrift statt eigenem Engagement. Mutlosigkeit und Resignation auf allen Fluren: „Das werden wir ohnehin nicht schaffen! Das hat noch nie geklappt!“ Das sind Worte der Krankheit. Anfangs können die Gesunden noch Widerstand leisten. Doch irgendwann kapituliert auch ihr Immunsystem oder sie verlassen das sinkende Schiff. 

Wie soll in diesem kranken Zustand noch positive Entwicklung möglich sein? Vielleicht liesse sich besser fragen: Was sollte als Erstes verändert, entwickelt werden? Vielleicht Gesundung? Vielleicht wären dann Veränderung und Entwicklung überhaupt erst wieder möglich? Vielleicht folgten sie gar logischerweise?

Wichtig ist die Frage: Wie kommt es überhaupt dazu, dass Unternehmen erkranken?

Manche Viren nisten sich ganz langsam und unbemerkt ein. Weil man ihnen keine Aufmerksamkeit schenkt. Frustration zum Beispiel. Wenn Menschen immer wieder enttäuscht werden, prägt sich das ein. Werden sie und ihre Bemühungen nicht gesehen, ihre Ideen andauernd abgeschmettert, oder behindert man sie, Positives einzubringen, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Virus zuschlägt. Ein waches Auge hätte diese Infektion verhindern können!

Ein anderer Infektionsweg: Menschen, die bereits Träger eines Virus sind, heuern in einem Unternehmen an. Sie sind vielleicht notorische Nörgler, ihnen ist nichts gut genug, sie sind nicht bereit Verantwortung zu übernehmen oder verweigern sich auf andere Weise. Wenn man sie in ihrer Büroecke sitzen lässt, ohne das Virus zu entdecken, verbreitet sich dieses flugs. Nachsicht ist hier fehl am Platze. 

Man könnte hier also mit Klarheit feststellen, dass sie mit ihrem Virenstamm nichts Positives für den Organisationsstamm einbringen, und dafür Sorge tragen, dass sie wieder in die Welt ziehen lassen.

Wenn eine Grippewelle anrollt, sind wir Menschen auf der Hut. 

Keiner ist vor einer Infektion gefeit. Deshalb gilt es, Vorsichtsmassnahmen zu treffen: Für manche kommt ein Mundschutz in Frage; Kontakte sollte man meiden, Desinfektionsmittel nutzen; manchen tut ein warmes Bad gut; gesunde Ernährung ist ratsam, um das Immunsystem zu stärken. 

Wie werden diese Massnahmen in Organisationen umgesetzt? Wo braucht es hier einen Mundschutz, auch im Sinne von: Wer sollte besser den Mund nicht mehr aufmachen? Was nährt die Entwicklung und Lösungsfindung in einem Unternehmen – und welches Verhalten, welche Strukturen, rauben dem Unternehmen, dem Team, die Kraft? 

Wachsamkeit tut not, um eine Infektion rechtzeitig zu erkennen. Denn wer eine Infektion verschleppt, geht ein hohes Risiko ein. 

Beim Virus-Befall in Unternehmen gilt: Jeder trägt Verantwortung. Wer Symptome bei sich erkennt, ist in der Pflicht, eine Verbreitung zu verhindern. Wem Resignation, Angst oder Mutlosigkeit die Luft zu Atmen nehmen, muss sich Hilfe suchen. Gerade Führungskräfte sind gefährliche Multiplikatoren. Sie müssen im Kampf gegen Unternehmensviren vorangehen. Wer die Symptome bei anderen erkennt, der sollte darauf aufmerksam machen und sich nicht infizieren lassen. Oder bin ich bereit meine Lebens- und Arbeitsqualität durch Viren verseuchen zu lassen? Generell gilt auch hier: Wehret den Anfängen!

Im täglichen Leben wie in Unternehmen: Gebt Viren keine Chance!

Wenn du niest, wirst du in die Armbeuge oder ein Taschentuch niesen. Um eine Infektion anderer zu verhindern. Du bist umsichtig. Bist du selbst nicht krank, bist du vorsichtig. Damit du nicht selbst krank wirst. Ich denke, du wirst mir zustimmen. 

Das Gleiche gilt auch für dein Verhalten im Unternehmen. Wenn dich Resignation anzustecken droht, nimm Reissaus. Wenn die Frustrationswelle über dir zusammenzubrechen droht, sieh zu, dass du Land gewinnst. Wenn dich die Mutlosigkeit herunterzieht, lass dich von Mutigen wieder hochziehen. 

Übernimm einfach Verantwortung für dich selbst. Und damit übernimmst du schon Verantwortung für das Unternehmen. Damit ermöglichst du positive Entwicklungen. Verantwortungsvoller kannst du nicht handeln. 

Und apropos Entwicklung und Veränderung in Organisationen – wir alle haben ein „Virenschutz-Programm“ in unseren Systemen und Laptops. Sind elektronische Geräte kostbarer als Menschen und die Effektivität von Unternehmen? Oder: Hast du schon mal versucht, ein Update auf einen virenverseuchten Computer zu laden?

Ich sende Dir herzliche Grüsse,

Deine Antje

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