Wie Veränderungen in Unternehmen wirksam werden

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Wie Veränderungen in Unternehmen wirksam werden

Antje Bach, Change, Unternehmen, Erfolg, Veränderungen

in meinem letzten Blog habe ich euch ja versprochen, mehr Ent-Täuschung in Change-Prozesse zu bringen und zu zeigen, wo die eigentliche Veränderung möglich wird. Warum liegt mir das so am Herzen? 

Meine ganzen Erfahrungen in Unternehmen sagen mir: Ohne Klarheit über die erlebte Situation und die Veränderungen keine wirksamen Transformationen.

Deswegen ist das mit Monitoring auch so eine Sache: Denn was messen wir? Die Wirksamkeit von Change-Prozessen oder die Kraft der Täuschung, die schillernde Illusion? Und gesetzt der Fall, wir messen tatsächlich die erlebte Wirklichkeit – und das Messergebnis bringt die Illusion zu einem Ende. Was machen wird dann damit? 

Habt ihr die Courage, auf die Klarheit zu setzen?

Also nicht den „allgemeinen“ farbigen Illusionen hinterherzulaufen, die sich „New Work“, Effizienzsteigerung, etc. nennen. Vielmehr die Frage: Wo ist Transformation jetzt hilfreich und erforderlich? Welche Wirkung soll damit erreicht werden? 

In der Regel sind es nicht die Prozesse oder Strukturen, sondern vielmehr die Menschen in Organisationen, die nutzvolle Veränderungen ermöglichen. Nur: Dafür braucht es eine klare Auseinandersetzung, gemeinsame Sinnerarbeitung, den Willen, die Hürden in den Kegel des Lichtes treten zu lassen statt weiteres Flimmern zu erzeugen. 

Das erfordert ein intensiveres Arbeiten, ein Sich-Einlassen und den Aufbau einer wirklichen Verbundenheit mit den Menschen. Für viele „zu anstrengend“ – nehmen wir also lieber wieder die Illusion? 

Ich wünsche mir, dass ihr seht, wo ihr die eigentliche Veränderung findet. Ich habe sie in fünf Bereichen gefunden … 

Die eigentliche Veränderung ist: Die wirkliche Verbesserung für das Unternehmen zu gestalten – den Menschen dafür einen wirklichen Raum bieten.

In jeder Veränderung gibt es unterschiedliche Sichtweisen – wann gelingt es uns, die Illusion des Überzeugens oder Überredens loszulassen und diese unterschiedlichen Perspektiven zu zulassen? Die leisen Töne und Untertöne zu hören? Die unangenehmen Dinge bewusst zu hören und anzuhören? Befürchtungen, Überforderungen, Unsicherheiten, Probleme, die damit auch einen Raum bekommen. Diese Hürden sind es, die für uns Menschen entscheiden, ob eine Transformation möglich ist. 

Die eigentliche Veränderung ist: Die Hürden –  in Menschen und in der Unternehmung – ernst zu nehmen und Perspektiven tatsächlich zu zulassen. 

Die Klarheit, Entscheidungen zu treffen und zu fokussieren. 

Auch hier braucht es Courage. Eine Entscheidung zu treffen, heisst, von etwas zu scheiden. Es bedeutet das Ende endloser Absicherung, das Ende des Glaubens an die Sicherheit und die allmächtige Kontrolle jeder Situation.

Die eigentliche Veränderung ist: Fokussieren durch Entscheidungen treffen.

Ja, es sind nicht alle bereit, sinnvolle Veränderungen zu schaffen, es gibt immer Menschen, die in der Ecke der Illusionen verharren und einfach nicht wollen. Wann akzeptieren wir das, ohne diese Menschen in Organisationen eine permanenten Kuschelsessel zu geben? 

Wenn jemand nicht will, dann will er nicht. Braucht es da nicht den Schneid, die Illusion des Musters zu enttarnen und klare Konsequenzen zu ziehen? Bringen Führungskräfte und Mitarbeitenden keinen Beitrag für Verbesserungen, dann sollten sie auch nicht länger die Illusion haben, für ihren nicht vorhandenen Beitrag einen Lohn zu beziehen. 

Die eigentliche Veränderung ist: Nicht nur reden, sondern konsequent zu handeln.

Dann gibt es noch den klaren Blick auf sich selbst. Wo erliege ich Selbsttäuschungen? Wo gilt es, in meinem Verhalten eine andere Bewegung zu ermöglichen? Wo liegen denn meine eigenen Hürden im Denken, Verhalten etc.? Mit beherztem und liebevollen Blick die eigenen Illusionen über sich abzustreifen – und sich den individuellen Veränderungen zu stellen und sie initiieren. 

Die eigentliche Veränderung ist: Den eigenen Veränderungsprozess zu gestalten.

Der wirkliche Change liegt in der Betrachtung von Change. Deswegen beginnt der eigentliche Veränderungsprozess in Unternehmen beim Mut, die erlebte Wirklichkeit sehen zu wollen – als Basis für die eigentlichen Verbesserungen, die notwendig sind. 

Ein deutliches Hinschauen ist gefordert. Solange wir „wegschauen, weghören“, uns die Situation illusorisch ausmalen – passiert nichts. Wieso sollte es auch. Der erste und wertvolle Schritt ist: eine deutliche Klarheit der Situation – eine rigorose Akzeptanz der Wirklichkeit. 

Daraus kann gedanken- und handlungsbezogene Aktion und Reaktion erfolgen. Dies ist die Grundlage für Kreativität und Engagement.

Hierzu wünsche ich euch die notwendige Courage.

Liebe Grüsse,

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