Darf es noch ein Nachschlag sein? Warum Altrozentriker die Pilze von gestern sind

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Darf es noch ein Nachschlag sein? Warum Altrozentriker die Pilze von gestern sind

Antje Bach, Altrozentriker, Blog, Digitalisierung, Veränderung, Wandel, Führungskraft, Mitarbeiter, Unternehmen

bevor ich auf deine eigentliche Frage eingehe, möchte ich dich bitten, mir zunächst eine Gegenfrage zu gestatten: Wieso suchst du denn überhaupt Altrozentriker? Weil man das gerade so macht?

Nimm es mir bitte nicht übel, wenn ich so harsch reagiere. Ich möchte dich durchaus nicht vor den Kopf stoßen. Denn grundsätzlich kann ich mir gut vorstellen, dass es dir einiges Kopfzerbrechen bereitet, Altrozentriker für deinen Unternehmensbereich zu finden. Da mich diese Thematik, die mir dieser Tage nicht nur bei dir, sondern in vielen Unternehmen begegnen, doch sehr an die Küche erinnert, lass es mich dir so erklären:

Nicht jede Mahlzeit wird besser, je häufiger du sie aufwärmst.

Das mag bei Eintöpfen ja noch der Fall sein, da sie ihr Aroma mit jedem Aufwärmen besser entfalten und mehr einkochen. Andere Lebensmittel – wie Pilze oder Spinat – werden schlechter, matschig oder gar giftig. Nun wärmen die Unternehmen also auch mal wieder ein altes Thema auf und verkünden: „Wir brauchen Altrozentriker!“

Globalisierung, Komplexität und Co. geben angeblich den Rahmen vor. An der Wunschvorstellung der erfolgreichen Führungskraft hat sich jedoch nichts geändert: Sie soll begeisternd, empathisch, integer sein, orientiert sich an ethischen Werten und so weiter und so fort. Dieser Topf steht bereits seit Jahrzehnten auf der Herdplatte – mit den gleichen Zutaten. Und doch schaut alle Jahre wieder jemand in den Topf und sagt: Oh ja, das ist innovativ und neu! Und merken gar nicht:

Unternehmen propagieren seit Jahren das gleiche Bild von guter Führung. 

Lieber Simon, vielleicht ist der Ansatzpunkt schlicht der falsche. Schaue doch stattdessen lieber auf das System, in dem besagte Führungskraft eine Chance haben soll, zu überleben. Und an dieser Stelle gehst du ans Eingemachte. Statt alte Hypes aufzuwärmen, beschäftigt euch als mutiges Unternehmen lieber mit eurer Wertschöpfungskette, euren Kennzahlen und Strukturen. Oder anders gesagt: das vorhandene Wissen endlich einmal auch umsetzen. 

Erst wenn die Strukturen im Unternehmen stimmen, kann sich in deinem Führungsteam lösungsorientiertes Miteinander und Empathie entfalten. Denn wofür erhält eine Führungskraft denn heute in der Regel Boni? Traurig, aber wahr: Wohl kaum dafür, dass sie ihre Mitarbeiter ermutigt und damit neue Innovation anstößt. Obwohl dies genau das ist, was die Unternehmen fordern.

Die eigentliche Frage, die du daher stellen solltest, ist also diese: 

Was braucht dein Unternehmen, was brauchen deine Führungskräfte, damit sie echte Innovation anstoßen können? 

Auf deiner Suche nach der Antwort auf diese zugegebenermaßen nicht ganz einfache Frage, unterstütze ich dich sehr gerne. 

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